Bevölkerungsschutz funktioniert nur gemeinsam

Wie motiviert man Menschen, sich für den Bevölkerungsschutz zu engagieren? In dem man aufzeigt, wie wichtig jede einzelne Person ist. Ein Blick zum kantonalen Sicherheitstag.

Zusammenarbeit ist wichtig. Da ist für die Angehörigen des Zivilschutzes, wie auch für den übrigen Bevölkerungsschutz bereits seit jeher klar. Funktioniert ein Rädchen in dieser Maschinerie nicht – wird glücklicherweise nicht gleich das ganze System lahmgelegt, aber es erschwert die Rettung im Ernstfall. Genau das soll den (vorwiegend weiblichen) Teilnehmenden an der Sicherheitsveranstaltung nähergebracht werden. Dieser Informationsanlass dauert einen halben Tag und ist im Aargau obligatorisch für Schweizerinnen so wie niedergelassene Ausländerinnen und Ausländer, die im laufenden Jahr ihren 23. Geburtstag feiern.

Hand in Hand arbeiten Zivilschutz, Feuerwehr, Polizei und Sanität zusammen - ob im Ernstfall oder beim Suchen nach neuen Mitgliedern.

Heute kam es kaum zu Verschiebungsgesuchen – die Stuhlreihen im Magazin der Feuerwehr Wohlen sind fast vollständig besetzt. Gebannt hören die knapp 50 Anwesenden dem Moderator zu, während er ihnen den Bevölkerungsschutz näherbringt. Immer wieder wird erwähnt, wie wichtig es ist, Kompetenzen zu bündeln. Dafür steht dieser Ort symptomatisch: An der Wilstrasse in Wohlen ist eben die örtliche Feuerwehr, die Regionalpolizei, der Werkhof und auch die ZSO Aargau Ost beheimatet. Neben den hier ansässigen sind aber auch die Kantonspolizei, der Sanitätsdienst und das Militär vertreten, um ihre Organisation den jungen Leuten näher zu bringen.

“So sicher wie hier seid ihr sonst an keiner Veranstaltung”, scherzt der Moderator mit Blick auf die breite Präsenz des Bevölkerungsschutzes.

Aufgeteilt in kleine Gruppen rotieren die Teilnehmenden nach einem ersten Vortrag schliesslich zwischen den einzelnen Organisationen. Lernen, wer was zu bieten hat. Bei der Kantonspolizei sind etwa Handschellen und Schusswaffen ausgestellt, beim Zivilschutz die Drohne, welche zur Lagedarstellung eingesetzt werden kann. Am Ende erhalten sie alle einen Nachweis, dass sie hier anwesend waren. Doch viel wichtiger ist das Wissen, welches mitgegeben wurde: Ohne Zusammenhalt funktioniert eine Zivilgesellschaft nur bedingt. Und wir alle müssen einen kleinen Teil dazu leisten, dass im Ernstfall alle Rädchen ineinandergreifen und die Abläufe funktionieren.

Im interaktiven Workshop dürfen die - mehrheitlich - weiblichen Teilnehmenden die verschiedenen Organisationen besser kennenlernen.

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