Freiwilliger Einsatz für ein Happy End

Am kantonalen Sicherheitstag kommen junge Frauen und Ausländer zusammen um einen Überblick über den Bevölkerungsschutz zu erhalten. Ziel ist es, sie zu motivieren, sich freiwillig zu engagieren.

Die ersten schweren Tropfen fallen auf den trockenen Boden, der kurze Regenschauer reinigt die Luft von Pollen und Staub. Während die Asthmatikerinnen und Allergiker kollektiv aufatmen können, halten rund 50 junge Personen im Inneren des Feuerwehrmagazin in Wohlen den Atem an.

In vier halbtäglichen Etappen sammeln sich die total rund 200 jungen Erwachsenen im Feuerwehrmagazin Wohlen.

Auf der Leinwand sieht man die Projektion eines Feuerwehrautos. Dann schlagen Flammen um sich, während das Löschwasser zischend verdampft. Durch die Lautsprecher dröhnt ein Funkspruch, welcher gleich das zweite Schadensereignis ankündet: Verkehrsunfall, jemand wurde in seinem Auto eingeklemmt.

Eine alte Hollywood-Weisheit besagt, dass Filme stets ein Happy End haben müssen – so auch hier. Der Brand konnte gelöscht und die verunfallte Frau gerettet werden. Dies aber nur dank all den Freiwilligen, die sich täglich im Bevölkerungsschutz engagieren.

Genau darum geht es an diesen Tagen an einem Ort, welcher fast schon symptomatisch für die Zusammenarbeit der verschiedenen Sicherheitsorgane steht: In dem grossen, hellgrauen Gebäude sind neben der Feuerwehr Wohlen auch die Regionalpolizei und die Zivilschutzorganisation Aargau Ost beheimatet. Zusätzlich zu diesen dreien sind heute auch noch Vertreterinnen und Vertreter der Rettungssanität, der Kantonspolizei sowie des Militärs präsent.

Der Sicherheitstag steht auch im Zeichen der Zusammenarbeit der verschiedenen Organe des Bevölkerugsschutzes.

Gemeinsam führen sie – nun bereits zum fünften Mal – den kantonalen Sicherheitstag durch. Seit 2024 müssen Schweizerinnen sowie niedergelassene Ausländerinnen und Ausländer, die im laufenden Jahr ihren 23. Geburtstag feiern, an diesem Infoanlass teilnehmen. Das Ziel ist, ihnen einen Einblick in die relevanten Themen des Bevölkerungsschutzes zu geben. Zusätzlich geben die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Organisationen Inputs und Tipps zur eigenen Sicherheit im Alltag, sowie zum Verhalten bei Gewalt, sei es physischer, psychischer oder sexueller.

Stück für Stück können die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun einen Einblick in jede Organisation bekommen, können Fragen stellen und erste Einblicke sammeln. So ist etwa die Bewaffnung der Kantonspolizei oder die Aufklärungsdrohne der ZSO Aargau Ost ausgestellt – insbesondere letztere zieht viele neugierige Blicke auf sich. Mit dem Fluggerät kann innert weniger Augenblicke Lagebilder in den geschützten Kommandoposten gesendet werden, mittels Wärmebildkamera können Vermisste schneller gefunden werden – oder mit einem ergänzbaren Lautsprecher kann zusätzlich im Ernstfall alarmiert und informiert werden.

Fängt viele neugierige Blicke ein: Die Aufklärungsdrohne der ZSO Aargau Ost.

Nach rund dreieinhalb Stunden dürfen die jungen Erwachsenen schliesslich abtreten – mit einem Bestätigungsformular und zahlreichen neuen Eindrücken, welche in diesem Halbtag gesammelt wurden. Die nachdenklichen Blicke verraten, dass die eine oder der andere sich überlegt, ob sie sich nicht vielleicht doch freiwillig für den Zivilschutz melden soll - und so im Ernstfall auch für ein Happy End mitverantwortlich sein wird.

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